
AWS D1.1 ist kein Handbuch der Ultraschallprüfung: Es ist der Code, der Fertigung und Montage geschweißter Stahlkonstruktionen regelt. Die Prüfung ist eine der Tätigkeiten, die dieser Rahmen verlangt.
- ✓ Von der American Welding Society herausgegebenes Dokument
- ✓ Gültige Ausgabe: AWS D1.1/D1.1M:2025, 23. Ausgabe
- ✓ Bereich: Bau-Kohlenstoffstähle und niedriglegierte Stähle
- ✓ Der Text des Codes bleibt die einzige vertragliche Referenz
Wenn in einer Ausschreibung für Stahlbau die Bezeichnung AWS D1.1 auftaucht, ist der von der American Welding Society herausgegebene Structural Welding Code — Steel gemeint. Nach der offiziellen Beschreibung der Organisation “contains the requirements for fabricating and erecting welded steel structures”, enthält das Dokument also die Anforderungen für Fertigung und Montage geschweißter Stahlkonstruktionen. Der Anwendungsbereich betrifft Bau-Kohlenstoffstähle und niedriglegierte Stähle.
Es lohnt sich, gleich die nützlichste Unterscheidung festzuhalten: AWS D1.1 ist ein Konstruktionscode, keine Verfahrensnorm. Es beschreibt nicht, wie eine Ultraschallprüfung praktisch durchgeführt wird, und ersetzt auch nicht die Normen, die dieses Verfahren festlegen. Es legt vielmehr den Rahmen fest, in dem eine geschweißte Konstruktion ausgelegt, qualifiziert, gefertigt und geprüft wird, und ordnet innerhalb dieses Rahmens auch die Prüftätigkeiten ein. Für Sie, die Prüfungen in der Werkstatt oder auf der Baustelle organisieren, bedeutet das praktisch: Der Code ist zusammen mit der Ausschreibung und den Projektspezifikationen zu lesen, nicht an deren Stelle.

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Die derzeit gültige Ausgabe ist AWS D1.1/D1.1M:2025, dreiundzwanzigste Ausgabe, veröffentlicht im Mai 2025 und die Ausgabe 2020 ersetzend. Die Angabe ist keine Formalität: Verweist eine Ausschreibung auf “AWS D1.1”, ohne das Jahr zu nennen, sollte mit dem Auftraggeber geklärt werden, welche Ausgabe gemeint ist, denn maßgeblich ist die im Vertrag genannte Ausgabe, nicht zwangsläufig die zuletzt veröffentlichte. Auf dieser Seite finden Sie eine Einordnung des Dokuments; die konkreten Anforderungen — Dicken, zulässige Verfahren, Abnahmekriterien — sind ausschließlich im erworbenen Text des Codes nachzulesen.
Was AWS D1.1 ist und was nicht
| Aspekt | Wie es einzuordnen ist |
|---|---|
| Charakter des Dokuments | Konstruktionscode für geschweißte Stahlkonstruktionen |
| Herausgebende Organisation | American Welding Society (AWS) |
| Aktuelle Ausgabe | AWS D1.1/D1.1M:2025, 23. Ausgabe, Mai 2025 |
| Ersetzte Ausgabe | AWS D1.1/D1.1M:2020 |
| Betroffene Werkstoffe | Bau-Kohlenstoffstähle und niedriglegierte Stähle |
Wo die Ultraschallprüfung ins Spiel kommt

Die zerstörungsfreie Prüfung geschweißter Verbindungen ist eine der Tätigkeiten, die ein Fertigungscode einkalkuliert: Eine geschweißte Konstruktion wird geprüft, bevor sie abgenommen wird. Ultraschall ist neben anderen Verfahren eines der Mittel, mit denen diese Prüfung an durchgeschweißten Verbindungen durchgeführt werden kann.
Gerätetechnisch bedeutet das, ein kalibriertes Fehlerprüfgerät und einen geeigneten Referenzblock zu haben. Die Dakota FX-Familie stellt ein Toolkit mit den Funktionen DAC, AWS, TCG und DGS bereit, mit von 8 Hz bis 2 kHz einstellbarer PRF, 60 Hz Bildwiederholrate und Schwellenerkennung im Modus Z-Cross, Flank oder Peak. Welche dieser Einstellungen für eine bestimmte Arbeit zulässig sind und mit welchen Parametern, legen die Ausschreibung und der Text des Codes fest.
Empfohlene Geräte
| Produkt | Einsatz |
|---|---|
| Dakota FX70-DL | Tragbares Fehlerprüfgerät für die Prüfung in Werkstatt und auf der Baustelle |
| Dakota FX81-DL | Tischgerät für feste Prüfplätze |
| Kalibrierblöcke | Referenzen für die Kalibrierung der Kette Gerät-Prüfkopf |
| Koppelmittel | Akustische Ankopplung zwischen Prüfkopf und Nahtoberfläche |
Häufige Fragen
AWS D1.1/D1.1M:2025, dreiundzwanzigste Ausgabe, veröffentlicht im Mai 2025, ersetzt die Ausgabe 2020. Nennt die Ausschreibung den Code ohne Jahresangabe, sollte die maßgebliche Ausgabe mit dem Auftraggeber vereinbart werden, denn maßgeblich ist die im Vertrag genannte.
Der Code betrifft Fertigung und Montage geschweißter Stahlkonstruktionen mit Bezug auf Bau-Kohlenstoffstähle und niedriglegierte Stähle. Für Anwendungen auf anderen Werkstoffen oder in anderen Branchen gibt es eigene Dokumente.
Nein. Es ist ein Konstruktionscode, keine Verfahrensnorm: Es umreißt Fertigung und Montage der geschweißten Konstruktion und ordnet die Prüfung in diesen Rahmen ein. Prüftechniken und Geräteanforderungen sind in eigenen Dokumenten beschrieben, etwa EN ISO 17640 und der Reihe zur Gerätecharakterisierung.
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