
Auf sauberem Stahl kann jeder messen. Der Unterschied zwischen den Instrumenten zeigt sich an Gusseisen, Verbundwerkstoffen, korrodierten Oberflächen und heißen Wänden: Dort muss die Machbarkeit geprüft und nicht behauptet werden.
- ✓ Hohe Eindringtiefe für Gusseisen, Verbundwerkstoffe und dämpfende Werkstoffe
- ✓ A-Scan zur Validierung des Messwerts bei schwachem Echo
- ✓ Dual-Element-Prüfköpfe für korrodierte und unregelmäßige Oberflächen
- ✓ Spezielle Prüfköpfe und Koppelmittel für Hochtemperaturoberflächen
Jeder Werkstoff setzt dem Ultraschall eine gewisse Schwächung entgegen. Im Stahl läuft der Impuls mit geringen Verlusten und das Rückwandecho kommt klar zurück; in einem Lamellengraphitguss, einem Faserlaminat oder einem gefüllten Gummi geht ein großer Teil der Energie auf dem Weg verloren, und was zurückkommt, ist ein schwaches Signal, das manchmal nicht vom Grundrauschen zu unterscheiden ist.
Die gerätetechnische Antwort ist zweifach: die Frequenz senken, weil niedrige Frequenzen besser in dämpfende Werkstoffe eindringen, und die Sendeenergie erhöhen. Das ist das Prinzip, nach dem die sogenannten Hochpenetrationsinstrumente gebaut sind, die Auflösung gegen die Fähigkeit eintauschen, den Werkstoff zu durchdringen.

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Eine zweite Gruppe von Schwierigkeiten betrifft nicht den Werkstoff, sondern die Oberfläche. Eine korrodierte Wand ist nicht mehr eben: Die Ankopplung wird unregelmäßig, und die vom Pitting ausgehöhlte Rückwand reflektiert in andere Richtungen als die Herkunftsrichtung. Hier braucht es Zweikristall-Prüfköpfe und die Fähigkeit, einen unzuverlässigen Messwert zu erkennen.
Die Vertiefungen dieses Abschnitts
| Thema | Welche Frage es beantwortet |
|---|---|
| Gusseisen und stark schallschwächende Legierungen | Warum die Struktur des Werkstoffs das Schallbündel streut |
| Verbundwerkstoffe und Kunststoffe | Niedrige Frequenz, hohe Energie und Prüfung an einer Probe |
| Korrodierte Oberflächen und Lochfraß | Wie man misst, wo die Rückwand nicht mehr eben ist |
| Messungen bei hohen Temperaturen | Grenzen von Prüfkopf und Koppelmittel und Korrektur des Messwerts |
Die Methode: vorher prüfen, nicht nachher

Bei diesen Werkstoffen kann kein Datenblatt im Voraus garantieren, dass die Messung gelingt: Zusammensetzung, Füllstoffe, Porosität, Temperatur und Oberflächengüte verändern das akustische Verhalten auch innerhalb derselben Familie. Die einzige zuverlässige Prüfung ist der Versuch an einer realen Probe.
So arbeiten wir am liebsten: die Machbarkeit gemeinsam vor dem Kauf bewerten, mit dem Werkstoff in der Hand, statt eine Grenze zu entdecken, wenn das Instrument schon in der Werkstatt ist. Schreiben Sie uns über die Seite Kontakt und beschreiben Sie den Fall.
Häufig gestellte Fragen
Weil der Werkstoff den Ultraschall stark dämpft und das Rückecho zu schwach ankommt, um erkannt zu werden. Es braucht eine niedrigere Frequenz und eine höhere Sendeenergie.
Ja, mit Zweikristall-Prüfköpfen und nach dem Entfernen von abblätterndem Rost und losen Ablagerungen. Der Messwert muss dennoch validiert werden, weil eine ausgehöhlte Rückwand unregelmäßig reflektiert.
Durch einen Versuch an einer realen Probe des Werkstoffs, möglichst mit bekannter Dicke. Das ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass das Echo verwertbar ist, und um die tatsächliche Ausbreitungsgeschwindigkeit zu ermitteln.
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